Chronik
Von der Pfarrbücherei zur KÖB
Ein genaues Gründungsjahr der Bücherei lässt sich in der Pfarrchronik nicht feststellen. Möglicherweise ist die Bücherei durch den „Leseverein Junger Männer“ in den 1920er Jahren errichtet worden. Zumindest aber muss die Pfarrbücherei bereits vor der NS-Zeit bestanden haben, da sie aus politischen Gründen nach 1933 geschlossen bleiben musste.
In den ersten Nachkriegsjahren wurde die Bücherei wieder zugänglich gemacht und von einer ehemaligen Lehrerin aus Breslau, Frau A. Bechyne, und ihrer Schwester verwaltet. Als beide aus Altersgründen ihre Ämter abgaben, beauftragte der Pfarrgemeinderat 1977 Frau Ursula Boettcher, Frau Ursula Köhler (Czernohorsky) und Frau Waltraud Gerth mit der weiteren Betreuung der Bücherei. Der Raum im ehemaligen Schulhaus war bereits sehr beengt, trotzdem konnten nach einer ersten Sichtung des Bestandes etwa 1.500 Bücher ausgeliehen werden. Als Lesegebühren wurden von Erwachsenen 20 Pfennige und von Kindern 10 Pfennige pro Buch erhoben. Die jährlichen Einnahmen betrugen etwa 100 Mark; sie wurden nach Abzug kleinerer Ausgaben für Material an die Kirchenkasse abgeführt.
1982 fand in Erfurt erstmals eine vom Bischöflichen Amt des Bistums und der Buchhandlung Peterknecht organisierte Tagung für Büchereimitarbeiter statt, bei der u.a. die technische Einarbeitung von Büchern vorgestellt wurde. Die dafür notwendigen Materialien waren jedoch nur aus dem Westen Deutschlands zu erhalten. Allerdings bot die Buchhandlung auch die Sammlung und Bereitstellung von Bücherpaketen unpolitischen und wertvollen Inhalts an, die einmal jährlich zur Weihnachtszeit in den Gemeinden verkauft bzw. in die Bücherei eingestellt werden konnten. Dieses Angebot wurde auch in Weimar mehrmals in Anspruch genommen und war bei der Gemeinde sehr gefragt.
In den ersten Nachkriegsjahren wurde die Bücherei wieder zugänglich gemacht und von einer ehemaligen Lehrerin aus Breslau, Frau A. Bechyne, und ihrer Schwester verwaltet. Als beide aus Altersgründen ihre Ämter abgaben, beauftragte der Pfarrgemeinderat 1977 Frau Ursula Boettcher, Frau Ursula Köhler (Czernohorsky) und Frau Waltraud Gerth mit der weiteren Betreuung der Bücherei. Der Raum im ehemaligen Schulhaus war bereits sehr beengt, trotzdem konnten nach einer ersten Sichtung des Bestandes etwa 1.500 Bücher ausgeliehen werden. Als Lesegebühren wurden von Erwachsenen 20 Pfennige und von Kindern 10 Pfennige pro Buch erhoben. Die jährlichen Einnahmen betrugen etwa 100 Mark; sie wurden nach Abzug kleinerer Ausgaben für Material an die Kirchenkasse abgeführt.
1982 fand in Erfurt erstmals eine vom Bischöflichen Amt des Bistums und der Buchhandlung Peterknecht organisierte Tagung für Büchereimitarbeiter statt, bei der u.a. die technische Einarbeitung von Büchern vorgestellt wurde. Die dafür notwendigen Materialien waren jedoch nur aus dem Westen Deutschlands zu erhalten. Allerdings bot die Buchhandlung auch die Sammlung und Bereitstellung von Bücherpaketen unpolitischen und wertvollen Inhalts an, die einmal jährlich zur Weihnachtszeit in den Gemeinden verkauft bzw. in die Bücherei eingestellt werden konnten. Dieses Angebot wurde auch in Weimar mehrmals in Anspruch genommen und war bei der Gemeinde sehr gefragt.
Die 1990er Jahre
Nach 1989/90 gab es nur noch wenige Leser und so wurde die Bücherei zeitweilig geschlossen. Ein Neuanfang wurde 1990/91 mit großer Unterstützung aus den alten Bundesländern gewagt. Mitarbeiter der dortigen Sparkasse Werl (Kreis Soest) hatten in der Vorweihnachtszeit eine Sammelaktion gestartet und eine größere Buchspende nach Weimar gebracht.
Die entscheidende Hilfe kam aber aus dem Bistum Limburg: Die Leiterin der Fachstelle für Büchereiarbeit, Liesel Müller, und ihr Präses, Ordinariatsrat Professor Ernst Leuninger, hatten sich mit den dortigen Mitarbeitern das Ziel gestellt, der Gemeinde „Herz Jesu“ in Weimar eine technisch und inhaltlich neue Bücherei – also eine KÖB in den Strukturen der alten Bundesländer – als ihren Beitrag zur Wiedervereinigung einzurichten. Sie sichteten an einem Wochenende den vorhandenen Buchbestand und nahmen die Bücher mit nach Limburg, wo sie technisch aufbereitet und mit Kartenmaterial versehen wurden. Zusätzlich erhielt die Weimarer Bibliothek zahlreiche neue Bücher, die dazu notwendigen Regale, Tische, Stühle, Gardinen und für den Anfang auch genügend technisches Material. Insgesamt wurden vom Bistum Limburg wohl etwa 12.000 DM für die Weimarer Bücherei eingesetzt.Außerdem wurden die Weimarer Büchereimitarbeiter von der Fachstelle zur Jahrestagung der ehrenamtlichen KÖB-Mitarbeiter eingeladen und konnten dort an einer Weiterbildung teilnehmen. Bis 1995 erlernten die Weimarer bei diesen Tagungen nahezu kostenlos die Arbeitsmethoden einer Bücherei, die rechtliche Stellung einer KÖB in der Gemeindestruktur sowie ihre Finanzierung und das Führen der Statistik und erhielten Einblicke in aktuelle Literatur. In dieser Zeit kamen neue Mitarbeiterinnen hinzu: Frau Czernohorsky, Frau J. Walter, Frau M. Friedrich und Frau Bräder, später Frau Rasenberger und Frau M. Donath.
Die entscheidende Hilfe kam aber aus dem Bistum Limburg: Die Leiterin der Fachstelle für Büchereiarbeit, Liesel Müller, und ihr Präses, Ordinariatsrat Professor Ernst Leuninger, hatten sich mit den dortigen Mitarbeitern das Ziel gestellt, der Gemeinde „Herz Jesu“ in Weimar eine technisch und inhaltlich neue Bücherei – also eine KÖB in den Strukturen der alten Bundesländer – als ihren Beitrag zur Wiedervereinigung einzurichten. Sie sichteten an einem Wochenende den vorhandenen Buchbestand und nahmen die Bücher mit nach Limburg, wo sie technisch aufbereitet und mit Kartenmaterial versehen wurden. Zusätzlich erhielt die Weimarer Bibliothek zahlreiche neue Bücher, die dazu notwendigen Regale, Tische, Stühle, Gardinen und für den Anfang auch genügend technisches Material. Insgesamt wurden vom Bistum Limburg wohl etwa 12.000 DM für die Weimarer Bücherei eingesetzt.Außerdem wurden die Weimarer Büchereimitarbeiter von der Fachstelle zur Jahrestagung der ehrenamtlichen KÖB-Mitarbeiter eingeladen und konnten dort an einer Weiterbildung teilnehmen. Bis 1995 erlernten die Weimarer bei diesen Tagungen nahezu kostenlos die Arbeitsmethoden einer Bücherei, die rechtliche Stellung einer KÖB in der Gemeindestruktur sowie ihre Finanzierung und das Führen der Statistik und erhielten Einblicke in aktuelle Literatur. In dieser Zeit kamen neue Mitarbeiterinnen hinzu: Frau Czernohorsky, Frau J. Walter, Frau M. Friedrich und Frau Bräder, später Frau Rasenberger und Frau M. Donath.
Ein neuer Anfang
Zum 100-jährigen Weihejubiläum der Herz-Jesu-Kirche am 28. September 1991 konnte die KÖB Weimar feierlich eröffnet werden.
Zunächst war die Bücherei auf zwei Etagen untergebracht und erforderte daher ständig mehrere Mitarbeiter während der Ausleihzeiten. Nach einem Jahr konnten Räume getauscht werden, was die Arbeit erleichterte. Da die KÖB außer Mahn- und Verzugsgebühren keine Beiträge erhob, wurde ein Mal jährlich eine Sonderkollekte am Borromäussonntag (Buchsonntag jeweils am Sonntag nach dem 4. November) gesammelt. Später wurde ein Betrag im Haushaltsplan der Gemeinde festgeschrieben. Zudem konnte die Bücherei bei Bücherflohmärkten sowie durch den Buchverkauf bei Themenausstellungen des Borromäusvereins an Weihnachten, Ostern, zur Erstkommunion sowie über Preisnachlässe der Verlage etwas Geld für Neuanschaffungen erwirtschaften.
Auch in den Folgejahren hat die KÖB Weimar von der Fachstelle in Limburg weitere Buchspenden erhalten. Dem Pfarrer und Studienrat Deborre aus Trier verdankt die Bücherei eine Reihe sehr guter Religions- und Kunstbände, vor allem aber viele Kochbücher aus seiner privaten Sammlung. So wuchs der Buchbestand von 2.200 Bänden im Jahr 1991 bis auf 3.116 Medien bei der zwischenzeitlichen Schließung im Jahr 2000.
Zunächst war die Bücherei auf zwei Etagen untergebracht und erforderte daher ständig mehrere Mitarbeiter während der Ausleihzeiten. Nach einem Jahr konnten Räume getauscht werden, was die Arbeit erleichterte. Da die KÖB außer Mahn- und Verzugsgebühren keine Beiträge erhob, wurde ein Mal jährlich eine Sonderkollekte am Borromäussonntag (Buchsonntag jeweils am Sonntag nach dem 4. November) gesammelt. Später wurde ein Betrag im Haushaltsplan der Gemeinde festgeschrieben. Zudem konnte die Bücherei bei Bücherflohmärkten sowie durch den Buchverkauf bei Themenausstellungen des Borromäusvereins an Weihnachten, Ostern, zur Erstkommunion sowie über Preisnachlässe der Verlage etwas Geld für Neuanschaffungen erwirtschaften.
Auch in den Folgejahren hat die KÖB Weimar von der Fachstelle in Limburg weitere Buchspenden erhalten. Dem Pfarrer und Studienrat Deborre aus Trier verdankt die Bücherei eine Reihe sehr guter Religions- und Kunstbände, vor allem aber viele Kochbücher aus seiner privaten Sammlung. So wuchs der Buchbestand von 2.200 Bänden im Jahr 1991 bis auf 3.116 Medien bei der zwischenzeitlichen Schließung im Jahr 2000.
Schließung im Jahr 2000
Durch den Neubau des Gemeindezentrums verlor die Bücherei dann ihre Räume. Im November 2000 wurden alle Bücher, Tonkassetten und Arbeitsmaterialien in Kartons verpackt. Ebenso wurden Regale, Schränke und andere Möbel zwischengelagert und sind im Laufe der Zeit verloren gegangen.
(Waltraud Gerth)
(Waltraud Gerth)
Wiedereröffnung 2008
Nach mehrfachen Absprachen mit Pfarrer Iffland und fortfolgend mit Pfarrer Kämpf konnten Anfang des Jahres 2007 Räumlichkeiten für eine neue Katholische Öffentliche Bücherei der Gemeinde "Herz Jesu" gefunden werden. Im Juli 2007 wurde mit der Einrichtung der Bibliothek in der ersten Etage des ehemaligen Schulhauses begonnen.
Bereits beim Neustart standen der KÖB neue Regale zur Verfügung. Eine Handvoll freiwilliger Helfer – zumeist Laien ohne bibliothekarische Ausbildung – stürzte sich mutig in die Arbeit: Zunächst galt es, die etwa 15 Bücherkisten, die man im Pfarrhaus ausfindig gemacht hatte, vorzusortieren und nach Fachgebieten in die Regale einzuordnen.
Auf Grund des sehr geschrumpften Buchbestandes der ehemaligen KÖB richtete das Pfarrbüro eine Bitte um Buchspenden an die Gemeinde und bereits nach kurzer Zeit hatte die KÖB weit mehr Bücher als Regalflächen zur Verfügung. So kamen in der Folgezeit zwei weitere Regale hinzu.
Zusätzlich erhielt die KÖB einen Computer mit Bibliotheksprogramm. Das Ausleihteam wurde speziell geschult, um den Buchbestand und die Ausleihe elektronisch bearbeiten zu können. Seitdem wird jeder Leser samt seiner Ausleihen unter Berücksichtigung geltender Datenschutzbestimmungen im System erfasst.
Ab sofort konnte und musste parallel gearbeitet werden:
• alten Buchbestand weiterhin in Regale einsortieren
• alten Buchbestand elektronisch erfassen
• neue Bücher katalogisieren
• Signaturschildchen zur Beschriftung fertigen
• Fristzettel in die Bücher einbringen
• so vorbereitete Bücher in Folie einbinden.
Das selbst gesteckte Ziel, die aufgearbeiteten alten Bücher und zum Teil auch bereits den neuen Buchbestand zum Gemeindefest am 25. Mai 2008 vorzustellen, konnte eingehalten werden. Außerdem konnte die KÖB erste Neuanmeldungen verzeichnen und weitere Helfer gewinnen.
Insgesamt wurden von einem 7-köpfigen Team in ungefähr 400 Arbeitsstunden etwa 2.500 Bücher bearbeitet. Zum Dank für den Fleiß und die Ausdauer aller Mitstreiter wurde eine exklusive Führung in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek Weimar mit anschließendem Mittagessen durchgeführt.
Nach fast 10-jähriger Unterbrechung nahm die neue KÖB Weimar zum Kirchweihfest am 28. September 2008 ihren Ausleihbetrieb auf. Bereits nach dem ersten Vierteljahr konnten die 45 angemeldeten Leser einen 3.500 Bücher umfassenden Bestand von über 1.450 Autoren aus mehr als 435 Verlagen nutzen. Eine Erweiterung der Medien auf MC, Videos und CD ist bereits in Planung.
Anfang 2009 bekam die KÖB zum Elternabend der Erstkommunionkinder die Gelegenheit, ein entsprechendes Buchsortiment vorzustellen.
Mitte des Jahres besuchten die Vorschulkinder des Kindergartens „St. Elisabeth“ und die 1. Klasse des Religionsunterrichts die KÖB. Die Leseförderungsaktion „Ich bin Bibfit - der Lese-Kompass“ wurde vom Borromäusverein für die Katholischen Öffentlichen Büchereien entwickelt. Die Kinder lernen hierbei den Büchereiraum und die Aufstellung der Medien kennen, erfahren, dass es zum gleichen Thema verschiedene Medien gibt, üben das Zuhören beim Vorlesen, können ihre eigene Lesefähigkeit testen und selbstständig Spiele mit Buchstaben entwickeln. Im Vordergrund steht die Freude am Vorlesen und Lesenlernen, am Spielen mit Buchstaben sowie der Spaß am Erkunden und Stöbern in der Bücherei.
Auch beim Gemeindefest im Juli 2009 brachte sich die KÖB intensiv ein und war bis 15:30 Uhr durchgehend geöffnet. Ein kleiner fahrender Buchbasar im Gemeindegarten erbrachte einen Spendenerlös von 18 Euro.
Im November 2009 begrüßte die KÖB wiederum die 1. und 2. Klasse im Rahmen des Religionsunterrichts zum Thema „Heilige und hl. Elisabeth von Thüringen“.
Gemeinsam mit den Pfadfindern der Gemeinde lud die KÖB nach der Kindermesse am 6. Dezember 2009 zu einem „Nikolaus-Kaffee“ mit gemütlichem Beisammensein, Basteln, Singen und Geschichtenhören ein.
Seit 2010 treffen sich der Literaturkreis und der Lateinkurs regelmäßig in den Räumen der KÖB, da sie sich hier inhaltlich beheimatet und verbunden fühlen.
Der Höhepunkt der gemeinsamen Wegstrecke bildet die Segnung der KÖB am 23. April 2010 zum „Welttag des Buches und des Urheberrechts“.
Elfriede Peuker (März 2010)
Bereits beim Neustart standen der KÖB neue Regale zur Verfügung. Eine Handvoll freiwilliger Helfer – zumeist Laien ohne bibliothekarische Ausbildung – stürzte sich mutig in die Arbeit: Zunächst galt es, die etwa 15 Bücherkisten, die man im Pfarrhaus ausfindig gemacht hatte, vorzusortieren und nach Fachgebieten in die Regale einzuordnen.
Auf Grund des sehr geschrumpften Buchbestandes der ehemaligen KÖB richtete das Pfarrbüro eine Bitte um Buchspenden an die Gemeinde und bereits nach kurzer Zeit hatte die KÖB weit mehr Bücher als Regalflächen zur Verfügung. So kamen in der Folgezeit zwei weitere Regale hinzu.
Zusätzlich erhielt die KÖB einen Computer mit Bibliotheksprogramm. Das Ausleihteam wurde speziell geschult, um den Buchbestand und die Ausleihe elektronisch bearbeiten zu können. Seitdem wird jeder Leser samt seiner Ausleihen unter Berücksichtigung geltender Datenschutzbestimmungen im System erfasst.
Ab sofort konnte und musste parallel gearbeitet werden:
• alten Buchbestand weiterhin in Regale einsortieren
• alten Buchbestand elektronisch erfassen
• neue Bücher katalogisieren
• Signaturschildchen zur Beschriftung fertigen
• Fristzettel in die Bücher einbringen
• so vorbereitete Bücher in Folie einbinden.
Das selbst gesteckte Ziel, die aufgearbeiteten alten Bücher und zum Teil auch bereits den neuen Buchbestand zum Gemeindefest am 25. Mai 2008 vorzustellen, konnte eingehalten werden. Außerdem konnte die KÖB erste Neuanmeldungen verzeichnen und weitere Helfer gewinnen.
Insgesamt wurden von einem 7-köpfigen Team in ungefähr 400 Arbeitsstunden etwa 2.500 Bücher bearbeitet. Zum Dank für den Fleiß und die Ausdauer aller Mitstreiter wurde eine exklusive Führung in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek Weimar mit anschließendem Mittagessen durchgeführt.
Nach fast 10-jähriger Unterbrechung nahm die neue KÖB Weimar zum Kirchweihfest am 28. September 2008 ihren Ausleihbetrieb auf. Bereits nach dem ersten Vierteljahr konnten die 45 angemeldeten Leser einen 3.500 Bücher umfassenden Bestand von über 1.450 Autoren aus mehr als 435 Verlagen nutzen. Eine Erweiterung der Medien auf MC, Videos und CD ist bereits in Planung.
Die neue KÖB
Die Ausleihzeiten, die Betreuung der Leser und des Buchbestandes sowie die Vorbereitung und Durchführung verschiedener Veranstaltungen wurden in der Zwischenzeit ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern abgesichert. Aus den angemeldeten Nutzern hat sich ein stabiler und regelmäßiger Leserkreis gebildet. Viele interessierte Gemeindeglieder kommen gern zum Schnuppern und Stöbern oder nutzen die Gelegenheit zur Begegnung.Anfang 2009 bekam die KÖB zum Elternabend der Erstkommunionkinder die Gelegenheit, ein entsprechendes Buchsortiment vorzustellen.
Mitte des Jahres besuchten die Vorschulkinder des Kindergartens „St. Elisabeth“ und die 1. Klasse des Religionsunterrichts die KÖB. Die Leseförderungsaktion „Ich bin Bibfit - der Lese-Kompass“ wurde vom Borromäusverein für die Katholischen Öffentlichen Büchereien entwickelt. Die Kinder lernen hierbei den Büchereiraum und die Aufstellung der Medien kennen, erfahren, dass es zum gleichen Thema verschiedene Medien gibt, üben das Zuhören beim Vorlesen, können ihre eigene Lesefähigkeit testen und selbstständig Spiele mit Buchstaben entwickeln. Im Vordergrund steht die Freude am Vorlesen und Lesenlernen, am Spielen mit Buchstaben sowie der Spaß am Erkunden und Stöbern in der Bücherei.
Auch beim Gemeindefest im Juli 2009 brachte sich die KÖB intensiv ein und war bis 15:30 Uhr durchgehend geöffnet. Ein kleiner fahrender Buchbasar im Gemeindegarten erbrachte einen Spendenerlös von 18 Euro.
Im November 2009 begrüßte die KÖB wiederum die 1. und 2. Klasse im Rahmen des Religionsunterrichts zum Thema „Heilige und hl. Elisabeth von Thüringen“.
Gemeinsam mit den Pfadfindern der Gemeinde lud die KÖB nach der Kindermesse am 6. Dezember 2009 zu einem „Nikolaus-Kaffee“ mit gemütlichem Beisammensein, Basteln, Singen und Geschichtenhören ein.
Seit 2010 treffen sich der Literaturkreis und der Lateinkurs regelmäßig in den Räumen der KÖB, da sie sich hier inhaltlich beheimatet und verbunden fühlen.
Der Höhepunkt der gemeinsamen Wegstrecke bildet die Segnung der KÖB am 23. April 2010 zum „Welttag des Buches und des Urheberrechts“.
Elfriede Peuker (März 2010)