Otto Neururer 1882-1940
Otto wurde am 25. März 1882 in der alten Mühle in Piller am Inn als 12. und letztes Kind der Familie Neururer geboren. Als Otto 8 Jahre alt war, starb der Vater siebzigjährig. Schon im Knabenalter zeigte sich der Junge sehr intelligent. Der Lehrer empfahl ihn zur höheren Schule. Und so konnte Otto Neururer am bischöflichen Gymnasium in Brixen 1903 das Abitur als Klassenbester ablegen.
Otto Neururer studierte am Vinzentinum in Brixen Theologie. Während des Studiums fühlte er sich zur Spiritualität des Hl. Ignatius von Loyola hingezogen, dachte an Missionsarbeit und wollte bei den Jesuiten eintreten. Der Orden lehnte seine Aufnahme jedoch ab wegen seiner schwachen Gesundheit.
Am 29. Juni 1907 empfing Otto Neururer die Priesterweihe im Dom zu Brixen.
Seine Kaplansjahre führten ihn ins Zillertal, nach Fils, Hall und Innsbruck.
Die Erfüllung einer großen Sehnsucht war es für Otto Neururer, als er 1932 die Pfarrei Götzens übernehmen durfte.
Nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland verschärfte sich die Situation für die katholische Kirche. Als Otto Neururer einer jungen Frau aus seiner Gemeinde von der Ehe mit einem wesentlich älteren, geschiedenen SA-Mann abgeraten hatte, folgte fast unverzüglich seine Verhaftung am 15. Dezember 1938 wegen „besonders hinterhältiger Verhinderung einer deutschen Ehe“. Nach Aufenthalten im Polizeigefängnis in Innsbruck und im KZ Dachau kam er im September 1939 ins Arbeitslager Buchenwald. Mithäftlinge schilderten ihn als pflichtbewusst, liebenswert, manchmal niedergeschlagen. Nie habe er geschimpft, demütig habe er alles ertragen und dabei andere getröstet.
Im KZ Buchenwald begegnete Otto Neururer ein junger Mann, der als Kommunist aus der Kirche ausgetreten war. Bis heute ist unklar, ob dieser junge Mann ehrlichen Herzens priesterlichen Beistand gesucht hat oder nicht. Otto Neururer erteilte dem jungen Mann dennoch Glaubensunterricht. Die Sache wurde verraten. Am 28. Mai 1940 kam Otto Neururer in den Bunker und wurde in einer Zelle kopfunter aufgehängt. Die Fußgelenke wurden mit Lammfellen umwickelt, um Spuren zu verwischen. Am 30. Mai 1940 wurde er von der Essenliste gestrichen. Am 3. Juni 1940 wurde der Leichnam Otto Neururers im Krematorium des KZ Buchenwald eingeäschert.
Im Juni 1940 wurde die Ascheurne mit den Überresten Otto Neururers postalisch von Weimar nach Innsbruck geschickt. Das Begräbnis am 30.6.1940 fand unter großer Beteiligung des Bistumsklerus und der Bevölkerung statt.
Otto Neururer ist der erste Priestermärtyrer des Dritten Reiches. In der Todesanzeige der Pfarrgemeinde Götzens findet sich die Formulierung: "...sein Sterben werden wir nie vergessen." Diese durch den damaligen Provikar Carl Lampert ausdrücklich autorisierte Erinnerung an Otto Neururers qualvolles Sterben führte zu Carl Lamperts Verhaftung, Gefangenschaft und Hinrichtung am 13. November 1944. Er ist der ranghöchste Priester, der unter nationalsozialistischer Herrschaft das Martyrium erlitt. Am 13. November 2011 wurde Carl Lampert in Dornbirn/Vorarlberg seliggesprochen.
1986 wurde die Urne Otto Neururers geöffnet, die Überreste wurden gerichtsmedizinisch untersucht. In der Urne befanden sich ein hitzeverschmorter Rosenkranz, ein kleines Kreuz, und die Krematoriumsplakette Nr.32 vom 3.6.1940. Die Seligsprechung Otto Neururers erfolgte am 24.11.1996 durch Papst Johannes Paul II. in Rom.
An verschiedenen Orten werden Reliquien aus der Urne Otto Neururers aufbewahrt, auch in unserer Pfarrei. Seit 1985 gibt es im Bunker des KZ Buchenwald eine Zelle, die dem Andenken an Otto Neururer gewidmet ist. In der Karmelkirche "St. Bonifatius" in Weimar-Schöndorf ist ein Gedenkort für die Märtyrerpriester Otto Neururer und Matthias Spanlang entstanden. Dort sollen zu einem späteren Zeitpunkt auch die Reliquien Otto Neururers ihren Platz finden.
Die besonderen Gebetsanliegen an den Seligen Otto Neururer sind die Bitten um ein gelingendes Familienleben und den Priesternachwuchs.
Otto Neururer studierte am Vinzentinum in Brixen Theologie. Während des Studiums fühlte er sich zur Spiritualität des Hl. Ignatius von Loyola hingezogen, dachte an Missionsarbeit und wollte bei den Jesuiten eintreten. Der Orden lehnte seine Aufnahme jedoch ab wegen seiner schwachen Gesundheit.
Am 29. Juni 1907 empfing Otto Neururer die Priesterweihe im Dom zu Brixen.
Seine Kaplansjahre führten ihn ins Zillertal, nach Fils, Hall und Innsbruck.
Die Erfüllung einer großen Sehnsucht war es für Otto Neururer, als er 1932 die Pfarrei Götzens übernehmen durfte.
Nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland verschärfte sich die Situation für die katholische Kirche. Als Otto Neururer einer jungen Frau aus seiner Gemeinde von der Ehe mit einem wesentlich älteren, geschiedenen SA-Mann abgeraten hatte, folgte fast unverzüglich seine Verhaftung am 15. Dezember 1938 wegen „besonders hinterhältiger Verhinderung einer deutschen Ehe“. Nach Aufenthalten im Polizeigefängnis in Innsbruck und im KZ Dachau kam er im September 1939 ins Arbeitslager Buchenwald. Mithäftlinge schilderten ihn als pflichtbewusst, liebenswert, manchmal niedergeschlagen. Nie habe er geschimpft, demütig habe er alles ertragen und dabei andere getröstet.
Im KZ Buchenwald begegnete Otto Neururer ein junger Mann, der als Kommunist aus der Kirche ausgetreten war. Bis heute ist unklar, ob dieser junge Mann ehrlichen Herzens priesterlichen Beistand gesucht hat oder nicht. Otto Neururer erteilte dem jungen Mann dennoch Glaubensunterricht. Die Sache wurde verraten. Am 28. Mai 1940 kam Otto Neururer in den Bunker und wurde in einer Zelle kopfunter aufgehängt. Die Fußgelenke wurden mit Lammfellen umwickelt, um Spuren zu verwischen. Am 30. Mai 1940 wurde er von der Essenliste gestrichen. Am 3. Juni 1940 wurde der Leichnam Otto Neururers im Krematorium des KZ Buchenwald eingeäschert.
Im Juni 1940 wurde die Ascheurne mit den Überresten Otto Neururers postalisch von Weimar nach Innsbruck geschickt. Das Begräbnis am 30.6.1940 fand unter großer Beteiligung des Bistumsklerus und der Bevölkerung statt.
Otto Neururer ist der erste Priestermärtyrer des Dritten Reiches. In der Todesanzeige der Pfarrgemeinde Götzens findet sich die Formulierung: "...sein Sterben werden wir nie vergessen." Diese durch den damaligen Provikar Carl Lampert ausdrücklich autorisierte Erinnerung an Otto Neururers qualvolles Sterben führte zu Carl Lamperts Verhaftung, Gefangenschaft und Hinrichtung am 13. November 1944. Er ist der ranghöchste Priester, der unter nationalsozialistischer Herrschaft das Martyrium erlitt. Am 13. November 2011 wurde Carl Lampert in Dornbirn/Vorarlberg seliggesprochen.
1986 wurde die Urne Otto Neururers geöffnet, die Überreste wurden gerichtsmedizinisch untersucht. In der Urne befanden sich ein hitzeverschmorter Rosenkranz, ein kleines Kreuz, und die Krematoriumsplakette Nr.32 vom 3.6.1940. Die Seligsprechung Otto Neururers erfolgte am 24.11.1996 durch Papst Johannes Paul II. in Rom.
An verschiedenen Orten werden Reliquien aus der Urne Otto Neururers aufbewahrt, auch in unserer Pfarrei. Seit 1985 gibt es im Bunker des KZ Buchenwald eine Zelle, die dem Andenken an Otto Neururer gewidmet ist. In der Karmelkirche "St. Bonifatius" in Weimar-Schöndorf ist ein Gedenkort für die Märtyrerpriester Otto Neururer und Matthias Spanlang entstanden. Dort sollen zu einem späteren Zeitpunkt auch die Reliquien Otto Neururers ihren Platz finden.
Die besonderen Gebetsanliegen an den Seligen Otto Neururer sind die Bitten um ein gelingendes Familienleben und den Priesternachwuchs.