Geschichte der Pfarrei Weimar
Anfänge
Die erste Kirche in Weimar wurde vermutlich schon im 8. Jahrhundert erbaut; sie war dem Heiligen Martin geweiht und befand sich auf dem Areal des heutigen Schlosses. Von dieser Kirche ist heute nichts mehr vorhanden. Im Laufe des Mittelalters hatte sich ein reiches geistliches, gottesdienstliches und caritatives Leben entwickelt. Die Reformation unterbrach die Geschichte der katholischen Kirche in Weimar für fast 200 Jahre. Erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts kamen Halberstädter Franziskaner auf ihren Seelsorgereisen durch Thüringen auch nach Weimar, um die wenigen Katholiken - vor allem Kaufleute und Dienstpersonal - zu betreuen. Seit 1774 gab es im sogenannten Jägerhaus (heutige Marienstraße) öffentliche katholische Gottesdienste.
Frühes 19. Jahrhundert
1817 wurde die katholische Pfarrei von Jena, die dort auf Fürsprache Napoleons 1806 (1813) gegründet worden war, nach Weimar verlegt. Der Gottesdienstraum im Jägerhaus wurde jetzt von dem bekannten klassizistischen Architekten Clemens Wenzeslaus Coudray in bescheidener, aber würdiger Form umgebaut. Im Jahre 1818 wurde diese Kapelle St. Johannes dem Täufer geweiht. Ein Jahr später kam Johann Gerling nach Weimar. Er war der erste katholische Pfarrer nach der Reformation.
Silbernes Zeitalter
Das Leben der kleinen Gemeinde wurde stark durch eine Reihe bedeutender Persönlichkeiten bestimmt, insbesondere von den beiden Komponisten Johann Nepomuk Hummel und Franz Liszt, dem Architekten Clemens Wenzeslaus Coudray und den Malern Herny und Genelli. Aber auch am Weimarer Hof gab es inzwischen einige katholische Beamte.
1821 wird die Pfarrei Weimar-Jena durch ein päpstliches Dokument, die Bulle "Providia sollersque", dem Bistum Fulda zugeteilt (aber erst seit 1857 konnte der Bischof von Fulda seine Aufgaben für Weimar in vollem Umfange wahrnehmen, weil bis dahin die Weimarische Regierung dieses verhindert hatte).
Nach langjährigen Planungen und einer großangelegten europaweiten Spendenaktion konnte 1891 die Pfarrkirche "Herz Jesu" eingeweiht werden.
1821 wird die Pfarrei Weimar-Jena durch ein päpstliches Dokument, die Bulle "Providia sollersque", dem Bistum Fulda zugeteilt (aber erst seit 1857 konnte der Bischof von Fulda seine Aufgaben für Weimar in vollem Umfange wahrnehmen, weil bis dahin die Weimarische Regierung dieses verhindert hatte).
Nach langjährigen Planungen und einer großangelegten europaweiten Spendenaktion konnte 1891 die Pfarrkirche "Herz Jesu" eingeweiht werden.
Pfarrer in Weimar
Johann Gerling (1819 – 1830)
Kaspar Diesing (1830 – 1852)
Anton Hohmann (1852 – 1886)
Karl Jüngst (1887 – 1903)
Hermann Malkmus (1903 – 1910)
Wilhelm Breitung (1910 – 1951)
Alois Heinebrodt (1951 – 1958)
Karl Schneider (1959 – 1985)
Walter Hentrich (1986 – 1998)
Norbert Iffland (1999 – 2003)
Carsten Kämpf (2003 –
Kaspar Diesing (1830 – 1852)
Anton Hohmann (1852 – 1886)
Karl Jüngst (1887 – 1903)
Hermann Malkmus (1903 – 1910)
Wilhelm Breitung (1910 – 1951)
Alois Heinebrodt (1951 – 1958)
Karl Schneider (1959 – 1985)
Walter Hentrich (1986 – 1998)
Norbert Iffland (1999 – 2003)
Carsten Kämpf (2003 –