Franz Liszt - Glaubenszeugnisse
Mariä Lichtmess
Heute ist Lichtmess. Ich werde es in unserer einstigen armseligen Kirche feiern. (…)
Unser Geistlicher ist in dieser letzten Woche unpässlich gewesen und hat seine Messe nur am Sonntag lesen können. Ich werde ihn bitten, dass er sie auf Ihr Begehr am nächsten Montag, dem 8. Februar (Geburtstag der Fürstin) hält, und an jenem Tag werde ich zur Kommunion gehen. Mögen die gütigen Engel Ihnen meine Wünsche und meinen Segen in Ihrem Herzen singen!
an Fürstin Carolyne zu Sayn-Wittgenstein, 2. Februar 1869
Unser Geistlicher ist in dieser letzten Woche unpässlich gewesen und hat seine Messe nur am Sonntag lesen können. Ich werde ihn bitten, dass er sie auf Ihr Begehr am nächsten Montag, dem 8. Februar (Geburtstag der Fürstin) hält, und an jenem Tag werde ich zur Kommunion gehen. Mögen die gütigen Engel Ihnen meine Wünsche und meinen Segen in Ihrem Herzen singen!
an Fürstin Carolyne zu Sayn-Wittgenstein, 2. Februar 1869
Ostern
Das Schönste an den Tagen zwischen Gründonnerstag und Ostersonntag habe ich in der Kirche erlebt. Unser hochverehrter Pfarrer ist mit den Jahren nicht behänder geworden. Seine Messe dauert mehr als eine halbe Stunde und die Gottesdienste in der Heiligen Woche haben immer mehrere Stunden gedauert. An diese Gemächlichkeit gewöhne ich mich gern, ich ziehe sie dem Gegenteil vor. Sie ermöglicht ein tieferes Eindringen in den Geist und den Wortlaut des Textes.
an Fürstin Carolyne zu Sayn-Wittgenstein, 20. April 1870
an Fürstin Carolyne zu Sayn-Wittgenstein, 20. April 1870
Wohltätigkeit
Am heiligen Mittwoch habe ich bei unserem verehrten Pfarrer Hohmann gebeichtet, und am nächsten Tag die heilige Kommunion empfangen.
(…) Am Montag, 24. April, (…) wird unser Pfarrer Hohmann die Messe in Ihrer Intention in unserer alten Kapelle lesen, wo euer Teppich und eure Messgewänder immer von eurer aktiven Pietät und Freigiebigkeit zeugen. Hohmann erinnert sich daran mit Dankbarkeit und die kleine Gemeinschaft der Katholiken in Weimar profitiert von Ihren Spenden.
an Fürstin Carolyne zu Sayn-Wittgenstein, 21. April 1876
(…) Am Montag, 24. April, (…) wird unser Pfarrer Hohmann die Messe in Ihrer Intention in unserer alten Kapelle lesen, wo euer Teppich und eure Messgewänder immer von eurer aktiven Pietät und Freigiebigkeit zeugen. Hohmann erinnert sich daran mit Dankbarkeit und die kleine Gemeinschaft der Katholiken in Weimar profitiert von Ihren Spenden.
an Fürstin Carolyne zu Sayn-Wittgenstein, 21. April 1876
Bau einer neuen Kirche
Der Bischof von Fulda hat mir Komplimente aussprechen lassen (…). Der Bischof verlässt sich zu Recht auf meine guten Dienste neben dem Großherzog, bezüglich der Konstruktion der neuen katholischen Kirche, in Aussicht seit rund 20 Jahren. Man hat 10 Jahre verstreichen lassen damit, sich nicht auf einen Platz einigen zu können – jetzt steht der Punkt fest, aber es bleiben andere Schwierigkeiten, die sich hinziehen können.
an Fürstin Carolyne zu Sayn-Wittgenstein,
6. November 1883
an Fürstin Carolyne zu Sayn-Wittgenstein,
6. November 1883
Kirchenmusik
Der Mangel einer solchen „Abteilung“ (gemeint ist die Kirchenmusik) bei anderen Conservatorien hat sich als gleichfalls schädlich für die Kunst u. den Cultus erwiesen. Wozu in den Kirchen Leierkasten Musik betreiben?
an Baron Antal Augusz, 7. Mai 1873
an Baron Antal Augusz, 7. Mai 1873
Pfarrer Anton Hohmann
Unser Pfarrer hat mich gestern besucht. 17. Juni 1860
Gestern Morgen habe ich eine Stunde mit Hohmann geplaudert. 27. Juni 1861
(…) werde ich zu Hohmann, unserem Pfarrer, gehen (…) 5. September 1864
an Fürstin Carolyne zu Sayn-Wittgenstein
Gestern Morgen habe ich eine Stunde mit Hohmann geplaudert. 27. Juni 1861
(…) werde ich zu Hohmann, unserem Pfarrer, gehen (…) 5. September 1864
an Fürstin Carolyne zu Sayn-Wittgenstein
Gebet
Jeden Morgen gehe ich zur Messe unseres hochverehrten Pfarrers Hohmann, der mitunter die römischen Regelungen anwendet, wodurch er wenigstens 40 Minuten für die Messe verwendet.
(…) Beim Durchschreiten des Parks denke ich an den Rosenkranz, welchen Sie damals mit mir beteten.
an Fürstin Carolyne zu Sayn-Wittgenstein, 5. August 1867
(…) Beim Durchschreiten des Parks denke ich an den Rosenkranz, welchen Sie damals mit mir beteten.
an Fürstin Carolyne zu Sayn-Wittgenstein, 5. August 1867
Spende
Sie erweisen gleichzeitig unserer Religion und unserem Fürsten Ehre, wenn Sie, verehrter Herr Baron, Ihre Bemühungen auf die Geldsammlung richten, die zu dem Zweck, eine neue katholische Kirche in Weimar zu erbauen, unternommen wird. Ich nehme von Herzen daran teil, und, indem ich bedauere, nicht mehr in dem Maße beitragen zu können, wie ich es früher mit Freuden getan hätte, werde ich mich bemühen, Ihnen (durch Vermittlung meines Cousins Edouard Liszt in Wien) meine geringe Opfergabe von 100 Thalern zukommen zu lassen.
an Baron von Minckwitz, 30. Mai 1863
an Baron von Minckwitz, 30. Mai 1863